Produkt-Dokumentation · Modul 12 von 12
Bild-SEO: Alt-Texte, Dateinamen und Formate richtig machen
Alt-Texte, Dateinamen und Bildformate entscheiden mit, ob Ihre Bilder in Google Bilder, Google Lens und der visuellen Suche überhaupt gefunden werden. Diese Seite zeigt zunächst, wie Sie diese Basics selbst richtig anlegen. Im Anschluss erfahren Sie, wie das JERVIS Image-SEO-Modul, eines von 12 Analyse-Modulen im JERVIS Scanner, dieselben Bilder automatisiert auf Alt-Text-Qualität, ImageObject-Schema, Lizenz- und Geo-Signale sowie eingebettete Metadaten prüft und dafür einen eigenen Seiten-Score vergibt.
Warum unsichtbare Bilder Ihnen Traffic kosten
Bilder werden nicht nur über die klassische Text-Suche gefunden. Google Bilder, Google Lens und die visuelle Suche sind eigene Suchflächen mit eigenem Traffic, unabhängig davon, wie gut Ihre Seite textlich rankt. Trägt ein Bild keinen aussagekräftigen Alt-Text, kein vollständiges ImageObject-Schema oder kein erkennbares Ortssignal, kann Google es für diese Suchflächen kaum einordnen. Für Sie bedeutet das schlicht verpassten zusätzlichen Traffic, und zwar gerade dort, wo es zählt: für lokale Unternehmen, deren Kundschaft in der Umgebung sucht, und für Fotografinnen und Fotografen sowie Bildagenturen, die auf das Licensable-Badge in der Google-Bildersuche angewiesen sind.
Das Image-SEO-Modul macht dieses Problem sichtbar, und zwar konkret statt abstrakt: Zu jedem der neun Finding-Typen zeigt der JERVIS Audit, welche Bilder auf welcher Seite betroffen sind. Sie erfahren nicht nur, dass irgendwo schwache Alt-Texte liegen, sondern welches Bild auf welcher Seite gemeint ist.
Im Report erhalten Sie daraus eine priorisierte Liste: welche Bilder beziehungsweise Seiten das größte ungenutzte Potenzial haben und wo sich eine Korrektur am ehesten lohnt, statt pauschal alle Bilder gleich zu behandeln.
Alt-Texte schreiben, die wirken: die Regeln
Bevor es um Schema und Score geht, zählen vier Basics, die Sie ohne Tool selbst festlegen: der Alt-Text, der Dateiname, das Bildformat und ein paar technische Attribute am img-Tag. Die folgenden vier Regeln zeigen, worauf es dabei ankommt.
Alt-Text: Motiv statt Platzhalter
Ein guter Alt-Text beschreibt, was konkret auf dem Bild zu sehen ist: Motiv, relevante Details und, wo sinnvoll, den fachlichen oder örtlichen Kontext. Generische Platzhalter wie Bild, Foto oder Header sowie reine Dateinamen wie IMG_4821 sagen weder Suchmaschinen noch Screenreader-Nutzerinnen und -Nutzern etwas über den tatsächlichen Inhalt. Ein Alt-Text ist außerdem keine Keyword-Liste, er sollte als vollständiger, natürlich klingender Satz oder Halbsatz funktionieren.
Dateiname: sprechend, klein, mit Bindestrichen
Der Dateiname ist neben dem Alt-Text das zweite Text-Signal, das einem Bild zur Verfügung steht, und er wird oft übersehen. Schreiben Sie ihn durchgehend klein, trennen Sie einzelne Wörter mit Bindestrichen statt mit Unterstrichen oder Leerzeichen, und benennen Sie das Motiv statt einer Kamera-Nummer. Verzichten Sie zusätzlich auf Umlaute und Sonderzeichen, damit der Dateiname in jeder Umgebung zuverlässig funktioniert.
Format: AVIF oder WebP mit Fallback
AVIF und WebP komprimieren deutlich effizienter als klassisches JPEG oder PNG, bei vergleichbarer sichtbarer Qualität, und sollten deshalb die erste Wahl sein. Binden Sie moderne Formate nach Möglichkeit mit einem Fallback ein, etwa über das picture-Element mit einer JPEG-Quelle für ältere Browser. Nutzen Sie außerdem verlustbehaftete Kompression, wo sie visuell nicht auffällt: Ein Foto verträgt in aller Regel eine spürbare Kompression, ohne dass der Unterschied für das menschliche Auge erkennbar wird.
width, height und Lazy-Loading
Setzen Sie width und height als Attribute direkt am img-Tag, auch wenn das Bild per CSS responsiv skaliert wird. Der Browser reserviert dadurch schon vor dem vollständigen Laden den richtigen Platz auf der Seite, sodass umliegender Inhalt beim Nachladen nicht mehr springt. Versehen Sie Bilder unterhalb des ersten Bildschirms mit Lazy-Loading, außer dem größten sichtbaren Bild direkt beim Seitenaufruf, dem LCP-Bild: Dieses sollte ohne Lazy-Loading eingebunden werden, damit es nicht unnötig verzögert erscheint.
Ein Alt-Text im Vergleich: schlecht gegen gut
Die folgenden zwei Beispiele sind frei erfunden und dienen nur der Veranschaulichung, keine echten Kundendaten.
Der Alt-Text sagt nichts über das Motiv, der Dateiname ist eine Kamera-Nummer, und es fehlen width, height sowie ein Lazy-Loading-Attribut.
src="eichentisch-tischlerei-mustermann-freiburg.avif"
alt="Massiver Esstisch aus Eichenholz mit sichtbarer Maserung, gefertigt von der Tischlerei Mustermann in Freiburg"
width="800" height="600"
loading="lazy">
- Alt-Text beschreibt Motiv, Material und Ort
- Dateiname ist sprechend, klein geschrieben, mit Bindestrichen
- width und height verhindern Layout-Verschiebungen beim Laden
- Lazy-Loading, weil dieses Bild nicht das LCP-Bild ist
Was das Image-SEO-Modul prüft
Das Image-SEO-Modul läuft auf Seiten-Ebene über die Content-Bilder einer Seite: Alt-Texte, ImageObject-Einträge (strukturierte Bild-Daten im JSON-LD) und deren Lizenz- sowie Ortssignale. Zusätzlich liest ein site-weiter Check eine repräsentative Stichprobe der Bilddateien selbst auf eingebettete EXIF-, IPTC- und XMP-Metadaten aus.
Insgesamt erzeugt das Themenfeld neun einzelne Finding-Typen in sieben Prüfbereichen, davon acht im Image-SEO-Modul und einer (Dateinamen) im SEO-Modul. Jeder Bereich hat eigene Schwellenwerte und eine eigene Rolle in der Score-Formel, siehe die folgenden Abschnitte.
Vom Alt-Text bis zum Ortssignal: die sieben Prüfbereiche
JERVIS gruppiert die Bild-Prüfung in sieben Bereiche mit insgesamt neun einzelnen Finding-Typen. Jeder Bereich hat eigene Bedingungen und Schwellenwerte im Scanner-Code.
💬 Alt-Text-Qualität Sprache
Diese Warnung erscheint ab 3 schwachen Bildern mit mindestens 25 Prozent Anteil an allen Content-Bildern der Seite, als kritischer Befund ab 5 schwachen Bildern mit mindestens 60 Prozent Anteil.
Für Sie: Ohne aussagekräftigen Alt-Text ist ein Bild für Google Bilder praktisch unsichtbar.
🧩 ImageObject-Vollständigkeit Schema
Finding image-seo-imageobject-incomplete entsteht ab mindestens 50 Prozent der ImageObjects mit mindestens 2 fehlenden Kernfeldern, wobei representativeOfPage hier nicht mitzählt. Es entsteht auch, wenn ausnahmslos alle ImageObjects den Namen, die Beschreibung oder die URL vermissen lassen. Mehr zur Struktur im Schema.org-Guide.
Für Sie: Vollständige ImageObjects helfen Google, Ihre Bilder inhaltlich richtig einzuordnen und in der Bildersuche sowie in KI-gestützten Suchergebnissen korrekt anzuzeigen.
📊 ImageObject-Coverage Schema
Findings image-seo-imageobject-coverage-low und image-seo-imageobject-missing-important-page.
Für Sie: Je mehr Ihrer Bilder ein ImageObject besitzen, desto besser kann Google die Bildinhalte der gesamten Seite einordnen, nicht nur einzelne Motive.
🔖 Lizenz-Signal Schema
Finding image-seo-imageobject-missing-license, severity info, Confidence 90. Das Fehlen gilt laut Scanner-Kommentar als nicht kritisch, deshalb info statt warning und ohne Score-Abzug.
Für Sie: Das license-Feld ist besonders für Fotografinnen, Fotografen und Bildagenturen relevant: Es ist Voraussetzung für das Licensable-Badge in der Google-Bildersuche.
📍 Geo-Signal GEO
Finding image-seo-image-geo-missing, severity warning. Confidence 90 bei konkreter Adresse, 80 bei schwächerem Signal.
Für Sie: Ein Ortssignal an Ihren Bildern stärkt die lokale Sichtbarkeit, gerade wenn Kundschaft in Google Bilder oder Maps nach Angeboten in der Umgebung sucht.
📁 Eingebettete Metadaten Site-weit
Finding image-seo-missing-embedded-image-metadata ab 5 gelesenen Bildern und unter 20 Prozent Abdeckung, kritisch nur bei starken Fotografie-Signalen (Konfidenz mindestens 80) und 0 Prozent Abdeckung, sonst warning. Zusatz-Finding image-seo-embedded-metadata-sample-incomplete (info) bei zu kleiner Stichprobe.
Für Sie: Eingebettete Metadaten sind ein zusätzliches Vertrauens- und Auffindbarkeits-Signal, das über die reine Alt-Text-Ebene hinausgeht.
🏷 Generische Dateinamen SEO-Modul
Finding seo-image-filename, severity info, Kategorie Bilder. Mehr zur Modul-Einordnung im SEO-Analyse-Guide.
Für Sie: Sprechende Dateinamen geben Google einen zusätzlichen Kontext-Hinweis zum Bildinhalt, ganz ohne zusätzlichen Aufwand beim Alt-Text.
Die Score-Formel: Start 100, feste Abzüge
Der Image-SEO-Score einer Seite startet bei 100. Für bestimmte Finding-Typen zieht der Scanner feste Punktwerte ab, nicht die generische Severity-Formel wie in anderen Modulen. Alle übrigen Finding-Typen, etwa das Lizenz-Signal oder Pass-Findings, verändern den Score nicht.
| Finding-Typ | Bedingung | Auswirkung auf den Score |
|---|---|---|
| image-seo-alt-quality-poor | severity critical | hoch |
| image-seo-alt-quality-poor | severity warning | mittel |
| image-seo-imageobject-missing-important-page | immer warning | mittel |
| image-seo-imageobject-incomplete | immer warning | mittel |
| image-seo-imageobject-coverage-low | severity warning | mittel |
| image-seo-imageobject-coverage-low | severity info | gering |
| image-seo-image-geo-missing | immer warning | mittel |
| alle anderen Finding-Typen | z. B. Lizenz-Signal, Pass-Findings | keine Auswirkung |
Beispiel-Befund: schwache Alt-Texte
So sieht ein image-seo-alt-quality-poor-Befund im JERVIS Audit aus. Die Zahlen sind ein Beispiel zur Veranschaulichung, keine echten Scan-Daten.
Beispiel, illustrativ
Schwache Alt-Texte bei 4 von 12 Content-Bildern (33%)
Bedeutung für Sie: Diese vier Bilder werden in der Google-Bildersuche schlechter gefunden, weil Google ihren Inhalt nicht zuverlässig einordnen kann. Für Sie bedeutet das entgangene Sichtbarkeit und im Zweifel entgangene Anfragen, gerade wenn interessierte Kundschaft gezielt über Bilder sucht.
Warum Bild-SEO zählt
Menschen erschließen ein Bildmotiv auf einen Blick. Suchmaschinen können das nicht: Sie sind auf Text-Signale rund um das Bild angewiesen, allen voran den Alt-Text und die strukturierten Daten im ImageObject-Schema. Fehlen diese Signale oder sind sie generisch, kann Google das Motiv, den Kontext und den Ort eines Bildes nur schwer einordnen, unabhängig davon, wie gut das Bild selbst aussieht.
Ein aussagekräftiger Alt-Text ist dabei mehr als ein SEO-Signal: Er beschreibt das Bild zuerst für Screenreader-Nutzerinnen und -Nutzer und wird erst danach von Suchmaschinen ausgewertet. Mehr dazu im Guide zur Barrierefreiheit. Das license-Feld am ImageObject entscheidet zusätzlich, ob ein Bild im Google-Feature Licensable Images auftauchen kann, relevant vor allem für Fotografinnen, Fotografen und Bildagenturen.
Nicht im Free Scan: nur im Audit
Der kostenlose JERVIS Website-Check deckt 5 der 12 Analyse-Module ab: Technische QS, SEO-Audit, GEO-Prüfung, Text-Analyse und Barrierefreiheit. Das Image-SEO-Modul, Modul 12, gehört nicht dazu. Alt-Text-Qualität, ImageObject-Vollständigkeit, ImageObject-Coverage, das Lizenz-Signal und das Geo-Signal für Bilder sind deshalb ausschließlich im kostenpflichtigen JERVIS Audit sichtbar.
Eine Ausnahme: Die Erkennung generischer Dateinamen (Finding seo-image-filename) läuft technisch im SEO-Modul, nicht im Image-SEO-Modul. Da das SEO-Modul zu den 5 Free-Scan-Modulen gehört, sehen Sie diesen einen Bild-Check bereits im kostenlosen Check. Die Tiefenprüfung der übrigen acht Finding-Typen bleibt dem Audit vorbehalten.
FAQ zum Image-SEO-Modul
Verwandte Themen: Wie das SEO-Modul generische Dateinamen und weitere Bild-Signale einordnet, zeigt der SEO-Analyse-Guide. Wie JSON-LD-Strukturen wie ImageObject aufgebaut sind, zeigt der Schema.org-Guide. Stand: Juli 2026.
Bilder, die Google auch wirklich einordnen kann
Der JERVIS Audit prüft alle neun Finding-Typen des Themenfelds Bild-SEO, davon acht im Image-SEO-Modul und einer (Dateinamen) im SEO-Modul: Alt-Text-Qualität, ImageObject-Schema, Coverage, Lizenz-Signal, Geo-Signal und eingebettete Metadaten.