JERVIS Querschnittsfunktion
Branchenerkennung und Benchmark-Perzentil: Wo Ihre Website wirklich steht
Ein Score von 82 sagt für sich genommen wenig. Erst im Vergleich mit ähnlichen Websites wird daraus eine Aussage. JERVIS erkennt bei jedem Scan automatisch die Branche einer Website. Sobald genug Vergleichsdaten vorliegen, berechnet JERVIS daraus ein echtes Perzentil, also die eigene Platzierung gegenüber dem eigenen Benchmark-Datenpool.
Warum Sie wissen sollten, wo Sie wirklich stehen
Ein Score allein ist eine isolierte Zahl. Ohne Vergleich wissen Sie nicht, ob 82 Punkte in Ihrer Branche Spitzenklasse oder bereits Durchschnitt sind. Viele Website-Betreiber verlassen sich auf ein Bauchgefühl oder auf den Vergleich mit der eigenen Vorversion, statt auf einen objektiven Branchenvergleich, und überschätzen oder unterschätzen dadurch die eigene Position.
Was das Modul liefert
Was Sie im Report bekommen
Branchenerkennung und Benchmark: Was hinter dem Vergleich steckt
JERVIS besteht aus 12 Analyse-Modulen, von der Technischen QS bis zur Barrierefreiheitsprüfung. Die Branchenerkennung und der Benchmark-Vergleich gehören nicht zu diesen 12 Modulen. Es handelt sich um eine Querschnittsfunktion, die bei jedem abgeschlossenen Scan automatisch mitläuft. Ihr Ergebnis fließt in die Executive Summary, also die zusammenfassende Ergebnisübersicht am Anfang jedes Reports, ein, sobald genug Vergleichsdaten vorhanden sind.
Zwei Bausteine stecken dahinter. Erstens die automatische Branchenerkennung: JERVIS ordnet jede gescannte Website anhand von URL-Mustern und Inhalts-Signalen einer von 11 Branchen-Kategorien zu. Passt kein Muster eindeutig genug, markiert JERVIS die Website stattdessen als Sonstige. Zweitens eine eigene, anonymisierte Benchmark-Datenbank aus allen bisher abgeschlossenen Scans. Für jeden neuen Scan berechnet JERVIS daraus ein echtes Perzentil, also die tatsächliche Position im vorhandenen Datenpool, kein geschätzter oder pauschal angenommener Wert.
Wichtig für das Verständnis: Die Rechenmethode hinter dem Perzentil ist für jede Branche exakt dieselbe. Was sich unterscheidet, ist ausschließlich der Vergleichspool, gegen den gerechnet wird, denn ein Handwerksbetrieb sollte nicht gegen SaaS-Anbieter verglichen werden. Die folgenden Abschnitte zeigen beide Bausteine im Detail: erst die Erkennung, dann den Vergleich.
Wie JERVIS Ihre Branche automatisch erkennt
Die Erkennung prüft zwei Quellen: die Scan-URL selbst und, sobald Scan-Daten vorliegen, die Inhalte der gescannten Seiten. Für jede der 11 Kategorien, agentur, ecommerce, saas, corporate, healthcare, gastro, handwerk, immobilien, education, nonprofit und industrie, prüft JERVIS eine feste Liste von URL-Mustern und Signalwörtern und gewichtet die Treffer nach Aussagekraft. So entsteht die Zuordnung:
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1
URL-Muster
Passt die Scan-URL selbst auf ein Branchenmuster, etwa „handwerk“ oder „immobili“ im Domainnamen, zählt das als starkes Signal.
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2
Seiten-URL-Signale
Dieselben Muster werden zusätzlich gegen die URLs aller gescannten Unterseiten geprüft, mit etwas geringerem Gewicht als der Domainname selbst.
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3
Content-Signalwörter
Branchentypische Begriffe wie „speisekarte“, „kalibrierung“ oder „warenkorb“ im Text der gefundenen Findings, also der einzelnen Prüf-Befunde des Scans, fließen zusätzlich mit geringerem Gewicht ein.
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4
Sichere Zuordnung
Erst ab einer ausreichenden Signalstärke gilt eine Kategorie als sicherer Treffer. Darunter ordnet JERVIS die Website als „Sonstige“ ein, statt eine unsichere Zuordnung zu erzwingen.
Der Perzentil-Vergleich: dieselbe Formel, ein branchenspezifischer Pool
Die Berechnung selbst ist branchenunabhängig: JERVIS vergleicht jeden Scan mit einem anonymisierten Vergleichspool bereits gespeicherter Scans und leitet daraus einen Prozentwert von 0 bis 100 ab. Diese Formel läuft identisch für jede Branche, ob Handwerksbetrieb oder SaaS-Anbieter. Was sich unterscheidet, ist ausschließlich der Vergleichspool, gegen den gerechnet wird.
Liegen genug gespeicherte Scans der erkannten Branche vor, vergleicht JERVIS branchenspezifisch. Liegen weniger vor, fällt die Berechnung automatisch auf den gesamten gespeicherten Datenpool zurück, damit trotzdem ein Wert entsteht. Reicht die Datenbasis insgesamt nicht aus, liefert die Funktion bewusst kein Perzentil, statt eine Zahl auf zu dünner Datenbasis vorzutäuschen.
Der Datenpool selbst ist eine wachsende, anonymisierte Sammlung. Gespeichert werden pro Scan nur abgeleitete Kennzahlen: erkannte Branche, Seitenzahl, Gesamtscore, Modul-Scores, Severity-Verteilung, also die Verteilung der Schweregrade, Findings pro Seite, Kosten und Dauer. Domain oder URL werden dabei nicht mitgespeichert, nur die daraus abgeleitete Branchenkategorie.
Illustratives Rechenbeispiel: Perzentil 72 in der Kategorie Handwerk / Dienstleistung bedeutet, der Score liegt über 72 % der gespeicherten Vergleichsscans dieser Branche. Kein realer Messwert, die genaue Rechnung dazu steht weiter oben in diesem Abschnitt.
Was ein Perzentil-Wert für Sie bedeutet
Das Beispiel aus dem vorherigen Abschnitt, Perzentil 72 in der Kategorie Handwerk / Dienstleistung, ist illustrativ und keine reale, gemessene Statistik. Die folgenden Punkte übersetzen, was so ein Wert praktisch aussagt.
Warum ein Score erst im Vergleich Bedeutung bekommt
Ein Gesamtscore von 82 klingt für sich genommen gut. Ob er tatsächlich gut ist, hängt aber vom Umfeld ab: Liegt der Branchendurchschnitt bei 90, ist 82 unterdurchschnittlich. Liegt er bei 60, ist 82 ein deutlicher Vorsprung. Genau diese Einordnung liefert das Perzentil, nicht der Score allein.
Im JERVIS-Report fließt das Perzentil deshalb direkt in den erklärenden Text der Executive Summary ein, zusammen mit der Stichprobengröße und dem erkannten Branchen-Label. Ab Perzentil 80 formuliert JERVIS das Ergebnis als „Top X %“, ab Perzentil 50 als „obere Hälfte“, darunter als „untere Hälfte“. Zu jeder dieser Aussagen nennt JERVIS zusätzlich die konkrete Zahl der Vergleichsscans dahinter, damit die Aussage nachprüfbar bleibt und keine reine Behauptung ist.
Wo der Branchenvergleich tatsächlich einfließt
Die Branchenerkennung läuft technisch bei jedem abgeschlossenen Scan automatisch mit, unabhängig vom gewählten Profil. Direkt nach dem Speichern der Scan-Rohdaten schreibt JERVIS jeden Scan anonymisiert in die Benchmark-Datenbank, das umfasst auch den kostenlosen Website-Check.
Der kostenlose Website-Check zeigt im Report bereits eine Vergleichsangabe zur Branche („Besser als X % der Branche“). Wichtig zur Einordnung: Dieser Wert im Free-Scan-Report wird direkt aus dem eigenen Gesamtscore berechnet und auf einen plausiblen Wertebereich begrenzt. Er ist keine Abfrage des echten Benchmark-Datenpools. Die tatsächliche, datenbasierte Perzentil-Berechnung mit branchenspezifischem Pool läuft im vollständigen Bericht des JERVIS Audit und laufend im Autopilot. Dort wächst mit jedem weiteren Scan der Vergleichspool, wodurch die Aussage belastbarer wird.
Der JERVIS Audit für 790 € zzgl. MwSt. liefert den Report, in dem das echte Perzentil samt Branchen-Label und Stichprobengröße in der Executive Summary erscheint. Voraussetzung ist, dass zu diesem Zeitpunkt genug Vergleichsdaten vorliegen. Ist die Benchmark-Datenbank für eine Branche noch klein, etwa bei wenigen bisher gespeicherten Scans, liefert JERVIS bewusst kein Perzentil, statt einen unsicheren Wert zu zeigen.
FAQ zu Branchenerkennung und Benchmark-Perzentil
Zu acht Branchen gibt es eigene Seiten
Diese Seite erklärt, wie JERVIS eine Website automatisch einer Branche zuordnet und gegen den Pool vergleichbarer Websites einordnet. Was das für eine einzelne Branche konkret bedeutet, welche Inhalte dort erwartet werden und woran Websites dieser Branche in der Praxis typischerweise scheitern, steht auf eigenen Seiten. Den Einstieg bildet die Branchen-Übersicht.
Handwerk
Leistungen je Gewerk, Einzugsgebiet in Ortsnamen und Referenzen aus eigener Arbeit.
Zahnarztpraxis
Praxis-Website und lokale Sichtbarkeit gleichgewichtig behandelt.
Arztpraxis
Die Angaben, die Patienten vor dem ersten Besuch suchen, plus Barrierefreiheit.
Anwaltskanzlei
Warum Kanzleien ohne eigene Rechtsgebiets-Seiten nicht gefunden werden.
Architekturbüro
Projekte mit Kontext statt Galerie, und Bilder ohne Ladezeit-Strafe.
Friseursalon
Preise und Leistungen sichtbar, Öffnungszeiten ohne Widerspruch, lokal auffindbar.
Steuerberatung
Seiten je Mandantengruppe und ein klar benannter erster Schritt.
Maschinenbau
Verfahrensseiten und technische Substanz, die auch KI-Systeme zitieren können.
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Wissen, wo Ihre Website wirklich steht
Starten Sie einen Scan und lassen Sie JERVIS Ihre Branche automatisch erkennen. Für ein echtes Perzentil mit Branchen-Label und Stichprobengröße liefert der JERVIS Audit die vollständige Executive Summary.