Modul-Dokumentation
Das Interaktions-Modul von JERVIS: echte Klicks statt Code-Analyse
Das Interaktions-Modul beantwortet eine einfache Frage: reagiert ein Menü, ein Button, ein Dropdown oder ein Formular wirklich, wenn jemand klickt? Anders als eine reine Code-Analyse öffnet JERVIS die Seite dafür in einem echten Playwright-Browser, einem automatisierten Test-Browser. Dort führt JERVIS echte Mausklicks auf Koordinaten, echte Dropdown-Auswahl und echte Tastatureingaben aus. So findet JERVIS Probleme, die im Quellcode unsichtbar bleiben, aber erst beim tatsächlichen Klick auftreten.
Was bringt Ihnen das Interaktions-Modul?
Ein Formular, das im Quellcode korrekt aussieht, aber beim echten Klick nicht abschickt, kostet Anfragen, ohne dass es irgendwo auffällt, bis ein Kunde sich beschwert oder einfach nicht mehr kommt. Das Interaktions-Modul findet genau die Stellen, an denen Besucher wirklich hängen bleiben.
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🔐 Versteckte Ausfälle finden
Ein Button, ein Dropdown oder ein mobiles Menü, das durch einen Skript-Konflikt nicht mehr reagiert, bleibt im Quellcode unsichtbar. JERVIS klickt wirklich und findet solche Probleme, bevor Besucher sie finden.
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📈 Verlorene Anfragen vermeiden
Ein defektes Kontaktformular oder ein blockiertes mobiles Menü kostet Anfragen, oft unbemerkt über Wochen. Der Test deckt genau diese Stellen auf, bevor sie Umsatz kosten.
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✅ Nach jedem Update sicher sein
Ein Plugin-Update oder ein Relaunch kann eine JavaScript-Abhängigkeit unbemerkt brechen. Der echte Klick-Test zeigt zuverlässig, ob Navigation, Buttons, Dropdowns und Formulare danach noch funktionieren.
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📋 Konkrete Fundstelle statt Vermutung
Jeder Befund im Report nennt die genaue Fundstelle und eine Empfehlung, damit Sie oder Ihre Agentur direkt wissen, wo und was zu beheben ist.
Was JERVIS wirklich anklickt: Navigation, Buttons, Dropdowns, Formulare
Das Interaktions-Modul prüft vier Bereiche, in denen sich Nutzer typischerweise durch eine Website bewegen. Bei Navigation, Buttons und Dropdowns führt JERVIS echte Interaktionen im Browser aus. Dazu zählen echte Mausklicks auf Koordinaten, echte Dropdown-Auswahl per selectOption und bei Bedarf die echte Escape-Taste. Bei Formularen bleibt es dagegen bei einer strukturellen Analyse ohne echtes Ausfüllen. Die Prüfung läuft gezielt bei einer echten mobilen Bildschirmbreite von 390x844 Pixel, denn genau dort zeigen sich Probleme wie ein fehlendes mobiles Menü am deutlichsten.
Navigation und mobiles Menü
JERVIS sucht auf dem mobilen Viewport per DOM-Heuristik, einer Mustererkennung im Seiten-Code, nach Hamburger-Menü-Elementen. Dazu zählen Buttons mit aria-controls, Klassen wie .hamburger oder .menu-toggle sowie aria-label mit „Menu“, „Menü“ oder „Navigation“. Ergänzend nutzt JERVIS erweiterte Heuristiken für versteckte Screenreader-Texte, aria-expanded-Attribute und reine Icon-Buttons ohne sichtbaren Text. Wird kein Menü-Toggle gefunden, meldet JERVIS das als Warnung. Gefundene Menü-Toggles werden wirklich angeklickt, danach prüft JERVIS: Ist ein JavaScript-Fehler aufgetreten? Hat sich der aria-expanded-Wert nach dem Klick verändert, meldet das Menü seinen Zustand also korrekt an Screenreader?
Echte InteraktionButtons
JERVIS sucht Klick-Elemente wie Buttons, Elemente mit role="button" sowie .btn- und .button-Klassen, außerhalb von Navigation und Formularen. Cookie-Consent-Banner sind bewusst ausgeschlossen und werden nicht angeklickt. Von den gefundenen Buttons klickt JERVIS eine Auswahl wirklich auf die Koordinatenmitte. Nach jedem Klick prüft JERVIS auf neue JavaScript-Fehler. Zusätzlich erkennt JERVIS Buttons ohne sichtbaren Text und ohne aria-label, denn dann wissen weder Nutzer noch Screenreader, was der Button tut.
Echte InteraktionDropdowns (Auswahlfelder)
Alle sichtbaren select-Elemente werden gefunden, die Label-Zuordnung wird geprüft: über ein zugeordnetes label-Element, ein aria-label oder ein umschließendes label-Element. Auffällig leere Auswahlfelder mit kaum Optionen meldet JERVIS als Hinweis, das wirkt fehlerhaft befüllt. Auswahlfelder ohne zugeordnetes Label meldet JERVIS als Warnung. Bei ausreichend vielen Optionen wählt JERVIS wirklich eine zweite Option aus, prüft danach auf neue JavaScript-Fehler und setzt die Auswahl anschließend zurück.
Echte InteraktionFormulare
JERVIS analysiert alle Formularfelder auf Label-Zuordnung: ein Feld gilt als beschriftet, wenn ein zugeordnetes label-Element, ein aria-label, ein aria-labelledby oder ein umschließendes label-Element vorhanden ist. Formulare ohne erkennbaren Absende-Button meldet JERVIS als Warnung. Felder mit nur einem Platzhaltertext statt eines echten Labels meldet JERVIS als Hinweis, denn ein Platzhalter verschwindet beim Tippen und ersetzt kein Label. Größere Formulare, bei denen kein einziges Feld als Pflichtfeld markiert ist (required-Attribut oder aria-required), meldet JERVIS ebenfalls als Hinweis. Bei E-Mail-Feldern (Feldname enthält „mail“) mit dem Eingabetyp type="text" statt type="email" meldet JERVIS einen Hinweis. Dann fehlt die native Validierung und auf Mobilgeräten die passende Tastatur. Bei Telefonfeldern (Feldname enthält „tel“, „phone“ oder „telefon“) mit type="text" statt type="tel" gilt derselbe Hinweis.
Struktur-Analyse, kein AusfüllenOhne Severity „kritisch“: wie das Interaktions-Modul bewertet
JERVIS kennt grundsätzlich vier Schweregrade: kritisch, Warnung, Hinweis und bestanden. Im Interaktions-Modul kommen davon nur zwei tatsächlich vor: Warnung und Hinweis. Der Grund: Interaktionsprobleme bedeuten meist Reibung, nicht Totalausfall. Ein Menü, das seinen Zustand nicht korrekt an Screenreader meldet, oder ein Formular ohne sichtbaren Pflichtfeld-Hinweis, macht eine Seite unbequemer, aber selten unbenutzbar. Trotzdem zählen beide Schweregrade in den Score ein. Das unterscheidet das Interaktions-Modul zum Beispiel vom Technik-Modul, das durchaus kritische Befunde wie kaputte Bilder oder ein fehlendes Impressum kennt.
Kommt im Interaktions-Modul vor
- Warnung, spürbarer Abzug
- Hinweis, kleiner Abzug
Kommt im Interaktions-Modul nicht vor
- kritisch, würde den Score am stärksten treffen
- bestanden als eigener Befund
Aus der Summe der Befunde errechnet JERVIS einen Score zwischen einem Höchst- und einem Mindestwert. Ohne Befunde steht der Score ganz oben.
SEO, GEO, Text-Analyse, Technik und Barrierefreiheit haben dagegen alle einen festen Anteil am website-weiten Gesamtscore der fünf Free-Scan-Module, SEO und GEO deutlich stärker gewichtet als die übrigen drei. Das Interaktions-Modul gehört aktuell nicht zu dieser festen Gewichtungsliste. Es fließt nicht in den Gesamtscore des kostenlosen Checks ein, denn es ist ausschließlich Teil des vollständigen JERVIS Audits.
So sieht ein Interaktions-Befund aus
So stellt JERVIS einen Befund im Report dar. Die folgenden Angaben sind ein illustratives Beispiel mit realistischen, aber frei gewählten Daten, kein Befund von einer echten Kundenwebsite.
- Titel
- Mobiles Menü meldet Zustand nicht an Screenreader
- Fundstelle
- Hamburger-Menü in der Hauptnavigation, mobile Ansicht
- Beschreibung
- Nach dem Klick auf den Menü-Button hat sich der aria-expanded-Wert des Buttons nicht verändert. Screenreader-Nutzer erhalten dadurch keine Rückmeldung, ob das Menü geöffnet oder geschlossen ist.
- Empfehlung
- Das aria-expanded-Attribut beim Öffnen und Schließen des Menüs aktiv umschalten, zum Beispiel von "false" auf "true".
- Schweregrad
- Warnung
- Was das für Sie bedeutet
- Screenreader-Nutzer merken nicht, ob das Menü offen oder geschlossen ist, und brechen die Navigation im Zweifel ab. Ein kleiner Codefehler mit direktem Effekt auf erreichbare Kunden.
Warum ein Formular im Code korrekt aussehen kann und trotzdem nicht funktioniert
Ein Formular kann im Quellcode vollkommen korrekt aussehen und trotzdem in der Praxis Nutzer verlieren. Ein Absende-Button kann vorhanden sein, aber durch einen JavaScript-Fehler nach einem Update nicht mehr reagieren. Ein Dropdown kann im Markup sauber ausgezeichnet sein und trotzdem nicht öffnen, weil ein Skript-Konflikt die Interaktion blockiert. Eine reine Code-Analyse liest nur das Markup und kann solche Probleme nicht erkennen, weil sie nie tatsächlich klickt.
Deshalb geht JERVIS beim Interaktions-Modul über die reine Code-Analyse hinaus: echte Mausklicks auf Buttons und Menü-Toggles sowie echte Dropdown-Auswahl per selectOption. Dazu kommt eine Fehler-Erkennung, die während der gesamten Interaktion auf der Browser-Konsole mithört. So findet JERVIS Probleme, die erst im laufenden Betrieb entstehen, etwa nach einem Plugin-Update oder einem Relaunch, bei dem eine JavaScript-Abhängigkeit bricht.
Nur im Full Audit: Interaktions-Modul ist nicht im Free Scan
Der kostenlose JERVIS Check prüft fünf Module: Technik, Barrierefreiheit, SEO, Text-Analyse und GEO-Prüfung, auf bis zu 6 Seiten. Das Interaktions-Modul gehört nicht dazu. Der systematische Klick-Test von Navigation, Buttons, Dropdowns und Formularen ist ausschließlich Teil des vollständigen JERVIS Audits.
Der Grund liegt im Aufwand: echte Klicks, echte Auswahl und eine laufende Fehler-Erkennung während der Interaktion brauchen mehr Zeit pro Seite als eine reine Struktur-Analyse. Im Full Audit ist das Interaktions-Modul dafür vollständig enthalten, zusammen mit den elf weiteren Analyse-Modulen.
FAQ zum Interaktions-Modul
Verwandte Themen: Wie JERVIS Navigation und Link-Equity seitenübergreifend bewertet, zeigt der Guide zur Seitenstruktur. Der echte Klick-Test läuft bei derselben mobilen Bildschirmbreite wie die Mobile-Optimierung. Wie JERVIS mit axe-core auf WCAG 2.2 AA und BFSG-Pflichtchecks prüft, zeigt der Guide zur Barrierefreiheit. Stand: Juli 2026.
Prüfen Sie, ob Ihre Website-Interaktionen wirklich funktionieren
Navigation, Buttons, Dropdowns und Formulare im echten Klick-Test statt nur im Quellcode geprüft. Das Interaktions-Modul ist Teil des vollständigen JERVIS Audits.