Produkt-Dokumentation
Was prüft der JERVIS DSGVO-Check wirklich?
Diese Seite dokumentiert, was der JERVIS DSGVO-Check im Modul Technische QS (Qualitätssicherung) technisch tatsächlich prüft. Er deckt vier Punkte ab: Impressum-Link, Datenschutz-Link, Cookie-Banner-Erkennung und externe Dienste, die vor der Einwilligung laden. Eine interaktive Selbstcheck-Liste als Begleit-Tool finden Sie weiter unten. Technische Diagnose statt Rechtsberatung.
Warum die DSGVO-Grundabsicherung für Ihr Unternehmen zählt
Ein fehlendes Impressum, ein Cookie-Banner ohne Wirkung oder Analytics-Skripte, die schon vor der Einwilligung Ihrer Besucher laden: Das gehört zu den häufigsten technischen Lücken auf Websites. Für Sie bedeutet das ein konkretes Abmahnrisiko und beschädigt gleichzeitig das Vertrauen, das Besucher in Ihre Website setzen. Wer merkt, dass im Hintergrund Daten fließen, bevor er zugestimmt hat, verlässt die Seite häufiger oder meldet sich seltener über das Kontaktformular.
Der JERVIS DSGVO-Check macht diese vier technischen Ansatzpunkte automatisiert sichtbar, in einem einzigen Durchlauf. Sie müssen nicht mehr jede Unterseite von Hand durchklicken, um zu prüfen, ob Impressum und Datenschutzerklärung überall verlinkt sind, ob der Cookie-Banner tatsächlich greift und ob externe Dienste sauber eingebunden sind.
Im Report erhalten Sie eine konkrete Fundliste mit den betroffenen Links und Diensten, sodass für Sie klar ist, wo zuerst gehandelt werden sollte. So sparen Sie sich die manuelle Fehlersuche und können die Priorität direkt an Ihre Agentur oder Ihr Entwicklungsteam weitergeben.
Wichtig für die Einordnung: Dieser Check ist eine technische Diagnose, keine Rechtsberatung. Er zeigt, was im Browser tatsächlich ankommt. Für die rechtliche Bewertung Ihrer Datenschutztexte, Verträge und Prozesse braucht es weiterhin eine Fachkanzlei.
Was der JERVIS DSGVO-Check technisch prüft
Es gibt kein eigenständiges DSGVO-Modul unter den 12 Analyse-Modulen von JERVIS. Der DSGVO-Check ist ein Teil-Check innerhalb des Moduls Technische QS (Modul 1 von 12). Das Modul Technische QS hat im website-weiten Gesamtscore der fünf Free-Scan-Module ein Gewicht von 0,15. Diese Seite dokumentiert, was dieser Teil-Check technisch prüft, nicht eine allgemeine DSGVO-Anleitung.
Der Scanner arbeitet in zwei technisch gleichwertigen Varianten mit denselben vier Kernregeln. Primär nutzt er vorab extrahierte Seitendaten aus dem Crawl, als Fallback direkt live im Browser. In beiden Fällen zählt dieselbe Logik: Impressum-Link, Datenschutz-Link, Cookie-Banner und externe Dienste vor Consent (der Nutzer-Einwilligung).
Weitere technische Grundlagen zu Sicherheits-Headern zeigt der Web-Security-Guide, zu Mixed Content (unverschlüsselt nachgeladene Inhalte auf einer verschlüsselten Seite) der Core-Web-Vitals-Guide.
Begleit-Tool: Die 15 Punkte zum Selbst-Abhaken
Diese Liste ist ein Begleit-Tool für den eigenen Überblick, getrennt von der automatisierten Prüfung des Scanners. Was der JERVIS DSGVO-Check technisch tatsächlich misst, lesen Sie im Abschnitt "Die vier Prüfungen im Detail" weiter unten. Gehen Sie hier die folgenden 15 Punkte selbst durch und haken Sie ab, was auf Ihrer Website bereits sauber gelöst ist. Der Zähler läuft direkt in Ihrem Browser mit, ohne dass etwas gespeichert oder an einen Server gesendet wird.
Pflichtangaben
Cookies und Consent
Datenverarbeitung
Die vier Prüfungen im Detail
Der DSGVO-Check innerhalb des Moduls Technische QS deckt genau vier Punkte ab. Nicht mehr, nicht weniger.
1. Impressum-Link
Der Scan sucht per Muster nach Links, deren Text oder Ziel-Adresse "impressum" oder "imprint" enthält. Findet er auf dieser Seite keinen Link, prüft er, ob eine Impressum-URL an anderer Stelle beim Crawl der Website entdeckt wurde. Ist das der Fall, wertet der Scan das als bestanden (Severity pass), zeigt aber den Hinweis, dass der Link im Footer sichtbar sein sollte. Wurde nirgends im Crawl ein Impressum gefunden, ist der Fund kritisch: "Gemäß § 5 DDG muss jede geschäftsmäßige Website ein leicht erreichbares Impressum haben."
Für Sie zählt das doppelt: Ein fehlendes Impressum ist ein klassischer Abmahnpunkt und wirkt auf Besucher wenig vertrauenswürdig.
2. Datenschutz-Link
Die Logik ist identisch zum Impressum-Link, mit einem Unterschied. Wenn auf dieser Seite kein Link gefunden wird und auch der Crawl keine Datenschutz-URL entdeckt hat, ist der Fund nur Info-Stufe, nicht kritisch. Der Grund: Das ist häufig technisch korrekt, etwa wenn die Datenschutzseite bewusst auf nofollow oder noindex steht.
Der Link ist für Besucher ein Vertrauenssignal: Er zeigt, dass mit ihren Daten transparent umgegangen wird, und ist zugleich eine DSGVO-Grundpflicht.
3. Cookie-Banner trotz externer Dienste
Wird kein Cookie-Banner erkannt und lädt die Seite gleichzeitig mindestens einen externen Dienst, ist der Fund kritisch. Die Banner-Erkennung prüft bekannte DOM-Selektoren, also feste Kennzeichnungen im Quellcode der Seite, von verbreiteten Consent-Tools wie Cookiebot, OneTrust, Borlabs oder Complianz. Zusätzlich prüft sie generische Cookie-Banner-Klassen und bekannte Consent-Cookie-Namen.
Diese Kombination ist eine DSGVO-Kernpflicht und zugleich eine Vertrauensfrage: Besucher merken schnell, wenn im Hintergrund Daten fließen, ohne dass sie zugestimmt haben.
4. Externe Dienste ohne nachweislichen Consent-Zeitpunkt
Unabhängig vom Banner-Status meldet der Scan jeden externen Dienst, der beim Seitenaufruf lädt, als eigenen Fund mit Warnstufe. Erkannt werden unter anderem youtube.com, youtube-nocookie.com, google-analytics.com, googletagmanager.com, maps.googleapis.com, maps.google.com, facebook.net, facebook.com, vimeo.com und hotjar.com. Gemessen werden die tatsächlichen Netzwerk-Anfragen der Seite, nicht nur, ob im Quellcode ein Consent-Tool eingebunden ist.
Unbemerkt ladende Tracking-Dienste vor der Einwilligung sind ein klassischer Abmahnpunkt und einer der Hauptgründe, warum Cookie-Banner überhaupt verpflichtend sind.
Wie die Funde bewertet werden
Jede der vier Prüfungen kann je nach Ausgangslage eine andere Schwere-Einordnung auslösen. Bei den beiden Link-Prüfungen (Impressum, Datenschutz) macht es zum Beispiel einen Unterschied, ob ein Link direkt auf der geprüften Seite steht, nur andernorts im Crawl der Website gefunden wurde oder gar nicht auffindbar ist. Die folgende Übersicht zeigt die vier geprüften Themen und die grundsätzliche Bandbreite ihrer Bewertung, nicht jeden Einzelfall.
| Prüfung | Was allgemein ausgelöst wird | Typische Schwere-Einordnung |
|---|---|---|
| Impressum-Link | Fehlt der Link auf der Seite und lässt er sich auch sonst nirgends im Crawl der Website finden | Bestanden bis kritisch, je nachdem ob der Link irgendwo auf der Website auffindbar ist |
| Datenschutz-Link | Fehlt der Link auf der Seite und lässt er sich auch sonst nirgends im Crawl der Website finden | Bestanden bis Info-Hinweis, da ein fehlender Link hier oft technisch beabsichtigt ist |
| Cookie-Banner | Kein Banner erkannt, während gleichzeitig externe Dienste laden | Kritisch |
| Externe Dienste | Mindestens ein externer Dienst lädt beim Seitenaufruf | Warnung |
Beispiel-Befund: Cookie-Banner fehlt trotz externer Dienste
So sieht ein einzelner Fund im JERVIS-Report aus, hier am Beispiel des Cookie-Banner-Checks. Alle Werte sind illustrativ.
Bedeutung für Sie: Wenn Analyse- oder Marketing-Dienste ungeprüft laden, bevor ein Besucher zugestimmt hat, ist das einer der klassischen Abmahnungspunkte im Cookie-Kontext. Gleichzeitig beschädigt es das Vertrauen, das Besucher in Ihre Website setzen, denn viele bemerken solches Tracking im Hintergrund.
Technische Diagnose, keine Rechtsberatung
Diese Seite und der JERVIS DSGVO-Check sind eine technische Diagnose, keine Rechtsberatung. Der Scan prüft, was im Browser tatsächlich ankommt, nicht die rechtliche Zulässigkeit Ihrer Texte, Verträge oder Datenverarbeitungsprozesse. Für die rechtliche Bewertung Ihrer Datenschutztexte, Verträge und Prozesse braucht es weiterhin eine Fachkanzlei.
Teil des kostenlosen Checks
Technische QS, das Modul, das den DSGVO-Check enthält, ist eines von fünf Modulen im kostenlosen JERVIS-Check: Technische QS, SEO-Audit, GEO-Prüfung, Text-Analyse und Barrierefreiheit. Die vier DSGVO-Prüfungen dieser Seite laufen damit bereits im Free Scan mit, nicht erst im bezahlten JERVIS Audit.
Der JERVIS Audit erweitert die Prüfung um alle 12 Analyse-Module und gleicht Impressum- und Datenschutz-Links site-weit über alle gecrawlten Seiten ab. Mehr zu serverseitigem Tracking und Consent-Modellen zeigt der Tracking-Guide.
FAQ zum DSGVO-Check
Verwandte Themen: Die vier Sicherheits-Header-Checks aus dem technischen Umfeld erklärt der Web-Security-Guide. Welche Fristen und Bußgelder das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz vorschreibt, zeigt der BFSG 2025 Guide. Auch beim Wechsel auf Server-Side-Tracking bleibt die Consent-Pflicht bestehen. Stand: Juli 2026.
Technisch sauber aufgestellt im DSGVO-Kontext
Prüfen Sie Ihre Pflichtlinks, Ihr Consent-Setup und die tatsächlich beim Seitenaufruf geladenen externen Dienste. Der JERVIS Audit prüft diese vier Punkte automatisiert und site-weit über alle Seiten Ihrer Website.