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Seitenübergreifende Analyse

Cross-Page-Analyse von JERVIS: wie Ihre Website-Struktur als Ganzes bewertet wird

Manche Strukturprobleme sind auf einer einzelnen Seite unsichtbar. Erst wenn JERVIS nach dem vollständigen Crawl alle Seiten einer Website gemeinsam betrachtet, wird sichtbar, ob zwei Seiten um dasselbe Keyword konkurrieren. Genauso wird sichtbar, ob einzelne Seiten fast alle internen Links auf sich vereinen oder ob andere Seiten gar keinen Zugangsweg mehr haben. Die Cross-Page-Analyse beantwortet genau diese Frage: wie Ihre Website als Ganzes aufgebaut ist, nicht nur Seite für Seite.

6 Prüfbereiche
3 Kannibalisierungs-Verfahren
Gini-Koeffizient statt Bauchgefühl
Nur im Full Audit
Nutzen

Was bringt Ihnen die Cross-Page-Analyse?

Eine einzelne Seite kann technisch und inhaltlich einwandfrei sein und trotzdem schwächeln, weil die eigene Website sich selbst im Weg steht: zwei Seiten konkurrieren um dasselbe Keyword, oder eine starke Seite zieht fast alle internen Links auf sich. Die Cross-Page-Analyse macht dieses Ranking-Potenzial sichtbar, das auf keiner Einzelseite zu finden ist.

  • ⚖️ Selbst-Konkurrenz beenden

    Wenn zwei eigene Seiten um dasselbe Keyword konkurrieren, schwächen sie sich gegenseitig statt gemeinsam zu ranken. Die Kannibalisierungs-Prüfung zeigt genau, welche Seiten das betrifft.

  • 🔗 Verstecktes Linkpotenzial heben

    Seiten mit kaum eingehenden internen Links bleiben für Google unsichtbarer als nötig. Die Link-Equity-Analyse zeigt, wo gezielte Verlinkung den größten Effekt hätte.

  • 🚫 Tote Ecken finden

    Verwaiste Seiten ohne Zugangsweg werden von Nutzern und Google praktisch nie gefunden, egal wie gut ihr Inhalt ist. Die Analyse deckt sie auf, bevor sie dauerhaft Sichtbarkeit verlieren.

  • 📋 Ein Gesamtbild statt Einzelbefunde

    Statt sechs isolierter Checks liefert der Report ein zusammenhängendes Bild Ihrer Website-Struktur, priorisiert nach dem größten Hebel für mehr Sichtbarkeit.

Planungsmodell

Der Ausgangspunkt: eine geplante Seitenstruktur als Grundlage

Bevor JERVIS eine Website analysiert, existiert meist schon eine Zielstruktur: Startseite, darunter drei bis fünf Hauptkategorien, darunter die einzelnen Unterseiten. Dieses Planungsmodell ist der Ausgangspunkt. Die Cross-Page-Analyse prüft anschließend, ob die tatsächlich gecrawlte und verlinkte Struktur diesem Modell noch entspricht. Ebenso prüft sie, ob sich Kannibalisierung, Ungleichgewichte bei internen Links oder verwaiste Seiten eingeschlichen haben.

Ebene 1Startseite
Ebene 2Leistungen
Ebene 2Über uns
Ebene 2Kontakt
Ebene 3Leistung A
Ebene 3Leistung B
Ebene 3Leistung C

Jede Ebene-3-Seite bleibt in zwei Klicks von der Startseite erreichbar. Was auf dem Papier flach aussieht, muss es nach dem Crawl auch tatsächlich sein: Genau das prüft die Cross-Page-Analyse in den folgenden sechs Bereichen.

Mehrschichtige Erkennung

Die 6 Prüfbereiche der Cross-Page-Analyse im Detail

Für mehrere der sechs Bereiche nutzt JERVIS nicht nur ein einzelnes Prüfverfahren, sondern mehrere unabhängige Verfahren aus unterschiedlichen Blickwinkeln gleichzeitig. Ein exakter Keyword-Abgleich übersieht Seiten, die inhaltlich stark überlappen, aber ein anderes Haupt-Keyword tragen. Ein rein thematischer Abgleich übersieht dafür exakte Duplikate. Erst die Kombination mehrerer Verfahren pro Bereich deckt ein breiteres Spektrum an echten Problemen ab, als es ein einzelner Check könnte.

Ablauf der Cross-Page-Analyse: vom vollständigen Crawl zu sechs parallelen Prüfbereichen Ein Ablaufschema zeigt links den vollständigen Crawl aller Seiten, in der Mitte sechs parallel geprüfte Bereiche (Kannibalisierung, Navigation, Link-Equity, Breadcrumbs, Verwaiste Seiten, Duplicate Content) und rechts das zusammengeführte Gesamtbild im Report. Vollständiger Crawl 6 Prüfbereiche (parallel geprüft) Kannibalisierung Navigation Link-Equity Breadcrumbs Verwaiste Seiten Duplicate Content Gesamtbild Schematische Darstellung des Ablaufs, kein Messwert.
Der vollständige Crawl speist sechs parallel geprüfte Bereiche, aus denen die Cross-Page-Analyse ein zusammenhängendes Gesamtbild im Report zusammenführt.

Keyword-Kannibalisierung3 Verfahren

Konkurrieren zwei eigene Seiten um dasselbe Keyword, schwächen sie sich gegenseitig statt gemeinsam zu ranken.

1 Exaktes Keyword aus Title, H1 und URL: Teilen sich mehrere Seiten dasselbe Keyword, Warnung.
2 Thematische Überschneidung, Ortsnamen und generische Begriffe wie „Ratgeber“ oder „Kontakt“ ausgeklammert: ab einer auffälligen Überschneidung Hinweis, bei starker Überschneidung Warnung, gemeldet werden die ähnlichsten Seitenpaare.
3 Title- und Überschriften-Wortüberlappung: bei starker gemeinsamer Wortnutzung, Warnung.

Navigations-AnalyseReferenz: Startseite

Eine überladene oder inkonsistente Navigation verwirrt Besucher und erschwert Google die Einordnung Ihrer Struktur.

1 Auffällig viele Hauptmenüpunkte: Warnung, weil zu viele Menüpunkte Besucher überfordern.
2 Navigation weicht bei einem relevanten Anteil der Seiten deutlich von der Startseiten-Navigation ab: Hinweis.
3 Seiten, die im Hauptmenü gar nicht verlinkt sind: Hinweis.
4 Mehrere Seiten ganz ohne URL-Verzeichnis-Hierarchie: Hinweis, es fehlt die thematische Gruppierung.

Link-Equity und Gini-KoeffizientVerteilung

Wenn fast alle internen Links auf wenige Seiten laufen, bleiben andere Seiten für Google unsichtbarer als nötig.

1 Eingehende interne Links je Seite werden aus Navigation, Footer und Content zusammen gezählt.
2 Gini-Koeffizient der Verteilung: 0 bedeutet Gleichverteilung, 1 bedeutet fast alle Links gehen an eine einzige Seite.
3 Zusätzlich eine PageRank-ähnliche Kennzahl zur Einordnung der Linkstärke je Seite.
4 Ab einem auffällig ungleichen Gini-Wert Warnung, darunter Hinweis. Die Berechnung braucht eine Mindestanzahl an Seiten.

BreadcrumbsKonsistenz

Uneinheitliche Breadcrumbs verwirren Nutzer bei der Orientierung und verschenken ein Rich-Result-Element in Google.

1 Breadcrumbs nur bei einem Teil der Seiten vorhanden: Hinweis.
2 Text des letzten Breadcrumb-Elements passt nicht zum letzten URL-Pfadsegment: Hinweis.
3 Kein strukturiertes BreadcrumbList-Schema.org-Markup bei mehreren Seiten: Hinweis. Ohne dieses Markup zeigt Google keine Breadcrumb-Pfade in den Suchergebnissen, selbst wenn visuelle Breadcrumbs vorhanden sind.

Verwaiste Seiten3 Definitionen

Eine Seite ohne Zugangsweg wird von Nutzern und von Google kaum je gefunden, unabhängig davon, wie gut ihr Inhalt ist.

1 Content-Orphans: Keine andere Seite verlinkt im Fließtext auf diese Seite, Navigation und Footer zählen nicht. Warnung, Content-Links gelten als stärkstes Relevanz-Signal.
2 Kritische Orphans: gar kein Zugangsweg, weder Content-Link noch Navigation noch Footer noch Sitemap. Warnung, die schärfste Form.
3 Dritte, methodisch leicht abweichende Prüfung: Footer-Links zählen als gültiger Zugangsweg mit, nur Navigations-Links werden ausgeklammert. Warnung.

Duplicate ContentMetadaten-Ebene

Identische Title-Tags oder Überschriften auf mehreren Seiten verwässern, welche Seite Google überhaupt zeigen soll.

1 Exakt identische Title-Tags auf mehreren Seiten: Warnung.
2 Exakt identische Meta-Descriptions auf mehreren Seiten: Warnung.
3 Exakt identische H1-Überschriften auf mehreren Seiten: Warnung.
4 Einen Volltext-Vergleich der eigentlichen Fließtexte führt JERVIS nicht durch. Der einzige echte Näherungs-Vergleich ist die Title- und Überschriften-Wortüberlappung aus der Kannibalisierungs-Prüfung.
Faustregeln

Seitenstruktur planen: Regeln, die sich bewährt haben

Der Baum oben zeigt das Planungsmodell in drei Ebenen. Aus der Praxis haben sich für genau dieses Modell sechs Faustregeln bewährt, die Kannibalisierung, Ungleichgewicht bei internen Links und verwaiste Seiten von vornherein seltener machen.

Klicktiefe maximal 3

Jede wichtige Seite sollte von der Startseite aus in höchstens drei Klicks erreichbar sein, wie im Baum oben von der Startseite über eine Ebene-2-Kategorie zur Ebene-3-Leistungsseite.

Thematische Silos

Seiten zum selben Thema gehören in denselben Zweig des Baums und verlinken sich gegenseitig im Fließtext. Das stärkt das Thema als Ganzes, statt einzelne Seiten isoliert zu lassen.

Keine Waisen

Jede Seite braucht mindestens einen eingehenden Content-Link aus dem Fließtext einer anderen Seite. Navigation und Footer allein genügen nicht, siehe Content-Orphans oben.

Sprechende URL-Hierarchie

Der URL-Pfad sollte die Position im Baum widerspiegeln, etwa /leistungen/leistung-a/ für eine Ebene-3-Seite unter der Ebene-2-Kategorie Leistungen.

Hub-Seiten für Cluster

Jede Ebene-2-Kategorie im Baum funktioniert als Hub-Seite: Sie verlinkt auf alle zugehörigen Ebene-3-Seiten und wird selbst von der Startseite aus verlinkt.

Breadcrumbs zur Orientierung

Breadcrumbs bilden den Pfad durch den Baum sichtbar ab, von der Startseite über die Kategorie bis zur aktuellen Seite, und helfen Nutzern wie Google gleichermaßen bei der Einordnung.

Bewertung

Wie JERVIS Struktur-Risiken bewertet

JERVIS unterscheidet bei der Cross-Page-Analyse zwei Gruppen von Befunden mit zwei unterschiedlichen Bewertungslogiken.

Für die Architektur-Befunde, also Kannibalisierung, Navigation, Link-Equity und Breadcrumbs, gilt eine eigene, einfachere Logik: jede Warnung zieht spürbar, jeder Hinweis nur leicht ab. Eine Besonderheit: Architektur-Befunde können nie als kritisch eingestuft werden. Selbst wenn ein Unterbefund technisch als kritisch gelten würde, stuft JERVIS ihn automatisch auf Warnung herunter. Strukturprobleme werden damit bewusst nie als Notfall behandelt, sondern immer als Optimierungspotenzial.

Für die zweite Gruppe von seitenübergreifenden Befunden, etwa doppelte Title-Tags, doppelte Descriptions oder doppelte Überschriften, gilt dieselbe Bewertungslogik wie in den übrigen JERVIS-Modulen: kritische Befunde wiegen am schwersten, Warnungen spürbar, Hinweise leicht. Der Score bewegt sich zwischen einem Höchst- und einem Mindestwert.

Zwei Bewertungslogiken im Vergleich: Architektur-Befunde und übrige Befunde Zwei Spalten im Vergleich. Links Architektur-Befunde wie Kannibalisierung, Navigation, Link-Equity und Breadcrumbs: die Stufe Kritisch ist durchgestrichen und wird automatisch auf Warnung herabgestuft, nur Warnung und Hinweis stehen zur Verfügung. Rechts übrige Befunde wie Duplicate Content: alle drei Stufen Kritisch, Warnung und Hinweis stehen zur Verfügung. Architektur-Befunde Kannibalisierung, Navigation, Link-Equity, Breadcrumbs Übrige Befunde z. B. Duplicate Content Kritisch wird automatisch herabgestuft ↓ Warnung Hinweis Kritisch Warnung Hinweis Schematische Darstellung der Bewertungslogik, kein Messwert.
Architektur-Befunde können nie kritisch werden und fallen automatisch auf Warnung zurück, während übrige Befunde wie Duplicate Content alle drei Schweregrade nutzen.
Die Cross-Page-Analyse selbst ist nicht Teil der festen Gewichtungsliste der fünf Einzelseiten-Module SEO, GEO, Text, Technik und Barrierefreiheit. Sie läuft als seitenübergreifende Zusatzauswertung erst nach dem vollständigen Crawl der Website, nicht pro Einzelseite. Deshalb fließt sie außerhalb dieser festen Gewichtung in den Gesamtbericht ein.
Beispiel

So sieht ein Cross-Page-Befund aus

Beispiel-Befund, wie JERVIS ihn im Report zeigt

Ungleiche Link-Verteilung: Gini-Koeffizient 0,62

Beschreibung
3 Seiten vereinen mehr als die Hälfte aller internen Links auf sich, während 14 andere Seiten kaum eingehende Links haben.
Empfehlung
Gezielt von den starken Seiten aus auf die schwachen Seiten verlinken, um die Verteilung auszugleichen.
Schweregrad
Warnung, da der Gini-Wert 0,62 deutlich über dem Bereich einer ausgeglichenen Verteilung liegt.
Was das für Sie bedeutet
Die 14 schwach verlinkten Seiten sind für Google schwerer zu finden und einzuordnen als die 3 starken Seiten, unabhängig von ihrem Inhalt. Ohne Gegensteuern verlieren sie dauerhaft Sichtbarkeit.
Gini-Skala mit dem Beispielwert 0,62 aus dem Befund oben Eine horizontale Skala von 0 bis 1 zeigt links Gleichverteilung und rechts Ungleichverteilung der internen Links. Eine Markierung bei 0,62 zeigt den Wert aus dem Beispiel-Befund oben, bei dem 3 starke Seiten einen Großteil der internen Links vereinen und 14 andere Seiten kaum eingehende Links haben. 0,62 0 Gleichverteilung 1 Ungleichverteilung Beispiel-Befund oben: 3 starke Seiten vereinen einen Großteil der internen Links, 14 andere Seiten bleiben schwach verlinkt.
Der Gini-Koeffizient reicht von 0 (Gleichverteilung) bis 1 (Ungleichverteilung); die Markierung zeigt den Wert 0,62 aus dem Beispiel-Befund oben.
Warum das zählt

Warum Strukturprobleme nur im Gesamtbild sichtbar werden

Eine einzelne Seite kann technisch und inhaltlich einwandfrei sein und trotzdem im Ranking schwächeln, weil eine zweite Seite auf derselben Website um dasselbe Keyword konkurriert. Eine Leistungsseite kann perfekt formuliert sein und trotzdem kaum Anfragen bringen, weil sie kaum interne Links bekommt. Die Startseite zieht dabei fast alle Linksignale auf sich. Ein Nutzer bleibt so auf dem Weg von der Leistung über den Preis zum Kontaktformular an einer fehlenden Verlinkung hängen. Solche Probleme sind auf der Einzelseite unsichtbar. Sie werden erst sichtbar, wenn JERVIS alle Seiten nach dem vollständigen Crawl gemeinsam betrachtet. Die Cross-Page-Analyse deckt damit Wechselwirkungen zwischen Seiten auf, die kein Einzelseiten-Check finden kann.

Free Scan vs. Audit

Cross-Page-Analyse: nicht im Free Scan, Teil des Full Audits

Der kostenlose JERVIS Website-Check prüft bis zu 6 einzelne Seiten unabhängig voneinander, das genügt für einen ersten Eindruck pro Seite. Die Cross-Page-Analyse braucht dagegen den vollständigen Crawl einer Website. Sie vergleicht alle Seiten miteinander, zählt eingehende Links seitenübergreifend und berechnet Kennzahlen wie den Gini-Koeffizienten erst, wenn die gesamte Struktur bekannt ist. Deshalb ist sie nicht Teil des kostenlosen Checks, sondern Teil des vollständigen JERVIS Audits, der die gesamte Website crawlt.

Häufige Fragen

FAQ zur Cross-Page-Analyse

Was ist der Gini-Koeffizient und warum nutzt JERVIS ihn?
Der Gini-Koeffizient misst, wie gleich oder ungleich die eingehenden internen Links auf einer Website verteilt sind. JERVIS zählt für jede Seite, wie viele andere Seiten per Navigation, Footer oder Content darauf verlinken, und berechnet daraus einen Wert zwischen 0 und 1. Ein Wert nahe 0 bedeutet, alle Seiten bekommen etwa gleich viele interne Links. Ein Wert nahe 1 bedeutet, fast alle Links gehen an eine einzige Seite. Ab einem auffällig ungleichen Wert stuft JERVIS das als Warnung ein, darunter als Hinweis. Die Berechnung setzt eine Mindestanzahl an Seiten voraus.
Warum prüft JERVIS Keyword-Kannibalisierung mit drei verschiedenen Verfahren statt einem?
Ein einzelnes Verfahren würde Fälle übersehen. Der exakte Keyword-Abgleich aus Title, H1 und URL findet Seiten, die wortwörtlich um denselben Begriff konkurrieren. Er übersieht aber Seiten mit anderem Haupt-Keyword und trotzdem starker thematischer Überschneidung. Der thematische Abgleich findet solche Fälle bereits ab einer auffälligen Übereinstimmung, ist dafür weniger präzise. Der dritte Abgleich vergleicht gezielt Title und Überschriften auf Wortüberlappung. Erst zusammen decken die drei Verfahren aus unterschiedlichen Blickwinkeln ein breiteres Spektrum an Kannibalisierungsfällen ab.
Was ist der Unterschied zwischen den drei Orphan-Page-Definitionen?
Content-Orphans sind Seiten, auf die im eigentlichen Fließtext keine andere Seite verlinkt. Navigation und Footer zählen hier bewusst nicht mit, weil Content-Links als stärkstes Relevanz-Signal gelten. Kritische Orphans haben überhaupt keinen Zugangsweg, weder Content-Link noch Navigation noch Footer noch Sitemap, das ist die schärfste Form. Eine dritte, methodisch leicht abweichende Prüfung zählt Footer-Links als gültigen Zugangsweg mit und klammert nur die Navigation aus. Alle drei Sichtweisen zusammen zeigen, wie isoliert eine Seite tatsächlich ist.
Warum ist die Cross-Page-Analyse nicht im kostenlosen Website-Check enthalten?
Der kostenlose Website-Check prüft bis zu sechs einzelne Seiten unabhängig voneinander. Die Cross-Page-Analyse braucht dagegen den vollständigen Crawl einer Website, um Seiten miteinander zu vergleichen, etwa für den Gini-Koeffizienten oder die Kannibalisierungs-Prüfung. Diese seitenübergreifende Auswertung ist deshalb Teil des vollständigen JERVIS Audits.
Vergleicht JERVIS bei Duplicate Content auch die eigentlichen Fließtexte?
Nein. Der Duplicate-Content-Check von JERVIS arbeitet auf Metadaten-Ebene: identische Title-Tags, identische Meta-Descriptions und identische H1-Überschriften auf mindestens zwei Seiten werden als Warnung gemeldet. Einen Volltext-Vergleich der eigentlichen Fließtexte führt JERVIS nicht durch. Der einzige echte Näherungs-Vergleich ist die Title- und Überschriften-Wortüberlappung aus der Kannibalisierungs-Prüfung.
Können Architektur-Befunde als kritisch eingestuft werden?
Nein. Kannibalisierung, Navigation, Link-Equity und Breadcrumb-Befunde können in der Cross-Page-Analyse nie als kritisch eingestuft werden. Selbst wenn ein Unterbefund technisch als kritisch gelten würde, stuft JERVIS ihn automatisch auf Warnung herunter. Strukturprobleme werden damit bewusst als Optimierungspotenzial behandelt, nicht als Notfall wie etwa ein fehlendes Impressum oder ein kaputtes Bild.
Was bringt mir die Cross-Page-Analyse konkret?
Eine einzelne Seite kann technisch und inhaltlich einwandfrei sein und trotzdem schwächeln, weil die eigene Website sich selbst im Weg steht, etwa durch Keyword-Kannibalisierung oder ungleich verteilte interne Links. Die Cross-Page-Analyse deckt solche Wechselwirkungen auf, die auf keiner Einzelseite sichtbar sind, und liefert ein zusammenhängendes Bild Ihrer Website-Struktur mit priorisierten Maßnahmen für mehr Sichtbarkeit.
Wie tief sollte die Klicktiefe einer wichtigen Seite maximal sein?
Als Faustregel hat sich eine maximale Klicktiefe von drei Klicks von der Startseite aus bewährt, wie im Drei-Ebenen-Baum oben: Startseite, Kategorie-Ebene, Leistungs-Ebene. Je tiefer eine wichtige Seite vergraben ist, desto schwerer finden Nutzer und Google sie.
Was ist eine Hub-Seite und wozu dient sie?
Eine Hub-Seite bündelt ein Themencluster: Sie verlinkt auf alle zugehörigen Unterseiten und wird selbst von der Startseite oder einer übergeordneten Ebene aus verlinkt. Im Drei-Ebenen-Baum oben übernimmt jede Ebene-2-Kategorie diese Rolle für ihre Ebene-3-Seiten.

Verwandte Themen: Wie Kannibalisierung und Duplicate Content einzelne SEO-Signale je Seite beeinflussen, zeigt der SEO-Analyse-Guide. Wie JERVIS einzelne Seiten technisch prüft, zeigt der Technik-Audit-Guide. Wie Sie Ihre Themen-Cluster inhaltlich planen, zeigt der Guide zur Keyword-Strategie. Stand: Juli 2026.

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