JERVIS Modul
Kann ChatGPT Ihre Website bedienen?
Das JERVIS Agent-Readiness-Modul gibt die Antwort: Es ist eines von zwölf Analyse-Modulen im JERVIS Audit und misst, ob KI-Agenten eine Website tatsächlich bedienen können, Formulare ausfüllen, Links erkennen, Aktionen abschließen, nicht nur, ob sie deren Inhalt lesen können. Wer seine Website für KI-Agenten vorbereiten will, findet hier, welche sieben Prüfungen das Modul ausführt, wie der Score berechnet wird und wie ein Befund konkret aussieht.
Was das Agent-Readiness-Modul ist
Das Agent-Readiness-Modul misst, wie gut KI-Agenten eine Website bedienen können: Formulare ausfüllen, Links anklicken, Aktionen abschließen, ganz ohne Maus und Tastatur eines Menschen. Es ergänzt die allgemeine Barrierefreiheits-Prüfung von JERVIS um Aspekte, die speziell für automatisierte Agenten relevant sind.
Der genuin neue Teil des Moduls ist die WebMCP-Werkzeug-Erkennung zur Laufzeit und die allgemeine Bedienbarkeits-Prüfung von Formularen, Links und Selektoren. WebMCP ist dabei ein experimenteller Standard für Schnittstellen speziell für KI-Agenten. Die Gültigkeit von ARIA-Rollen für den Accessibility-Tree, die interne Struktur, über die Screenreader und Agenten eine Seite auswerten, ist ein weiterer Baustein. Das ist vergleichbar mit der Agentic-Browsing-Kategorie von Googles eigenem Prüf-Tool für automatisiertes Browsing.
Alle Prüfungen laufen deterministisch: Bei gleichbleibendem Seiteninhalt liefert JERVIS bei jedem Lauf dieselben Befunde, es gibt keine Zufallskomponente. Agent-Readiness ist eines von zwölf Analyse-Modulen im vollständigen JERVIS Audit und arbeitet dabei überschneidungsfrei mit den anderen Modulen. Die reine Erreichbarkeit von /llms.txt prüft dabei das GEO-Modul, den Inhalt der Datei prüft Agent-Readiness.
Was Ihnen Agent-Readiness bringt
Immer mehr Nutzer lassen KI-Agenten für sich buchen, vergleichen und ausfüllen, statt selbst zu klicken. Kann ein Agent Ihr Kontaktformular nicht ausfüllen oder Ihren Buchen-Button nicht erkennen, verlieren Sie diese Anfrage lautlos: kein Fehler, keine Meldung, einfach eine Buchung, die woanders landet. Agent-Readiness macht diese blinden Flecken sichtbar.
Sie sehen, wo Agenten scheitern
Sieben konkrete Checks zeigen, welche Formulare, Links und Elemente für Assistenzsysteme unbedienbar sind, mit Beleg statt Vermutung.
Sie erhalten priorisierte Befunde
Jeder Befund kommt mit Schweregrad und konkreter Empfehlung, sodass Sie zuerst dort ansetzen, wo es am meisten bringt.
Sie sind früh dabei
Agent-Readiness ist heute noch selten geprüft. Wer jetzt nachrüstet, wird von neuen Assistenz-Systemen zuerst verstanden.
Was das Modul konkret prüft
Sieben deterministische Checks bilden das Agent-Readiness-Modul. Jeder Check erzeugt entweder einen Befund (critical, warning oder info) oder eine bestandene Prüfung (pass).
Bedienbarkeit und Struktur
- role="listitem" nur gültig auf <li>
- role="list" nur gültig auf <ul>, <ol> oder <menu>
- role="row" nur auf <tr>, role="cell"/"columnheader"/"rowheader" nur auf <td>/<th>
Daten und Zukunftssignale
- Markdown-Überschrift ("# Titel") vorhanden
- Eine ausreichende Mindestlänge, statt einer leeren Hülle
- Mindestens ein Link im Format "- [Text](URL)"
Mensch vs. Agent: die Logik hinter den Checks
Die sieben Checks des Agent-Readiness-Moduls folgen alle demselben Prinzip: Was für Menschen selbstverständlich sichtbar ist, muss für einen Agenten explizit im Code stehen. Die folgende Tabelle zeigt, welches Signal ein Agent jeweils braucht, wo ein Mensch nur das sichtbare Ergebnis sieht.
| Signal | Mensch sieht | Agent braucht |
|---|---|---|
| Formularfeld | Label daneben | <label for> mit id |
| Button | Icon oder Pfeil | Text oder aria-label |
| Status | Farbe (grün/rot) | aria-live oder Text-Status |
Die Prüfbereiche des Agent-Readiness-Moduls im Detail
Die folgende Übersicht zeigt den Weg, den ein Agent auf einer Seite zurücklegt, von der Formularfläche bis zur optionalen WebMCP-Schnittstelle. Sie ordnet dabei die sieben Checks des Moduls sechs sichtbaren Stationen zu. Die llms.txt-Formatprüfung läuft seitenübergreifend im Hintergrund und ist deshalb nicht als eigene Station abgebildet, siehe die Liste oben.
Formulare und Felder
Bedienbar- Label oder name-Attribut pro befüllbarem Feld
- Hidden, Submit, Button, Reset und Image zählen nicht als befüllbar
Namen und Bezeichner
Erkennbar- Ab mehreren Inhaltslinks: Anteil ohne sichtbaren Linktext
- Meldung ab einer spürbaren Anzahl namenloser Links
ARIA und Rollen
Strukturiert- role=listitem nur auf li, role=list nur auf ul/ol/menu
- role=row nur auf tr, role=cell/columnheader/rowheader nur auf td/th
Maschinenlesbare Daten
Verständlich- Mindestens ein parsebarer JSON-LD-Block gilt als bestanden
- Kein JSON-LD vorhanden: Hinweis, verweist auf GEO-Sichtbarkeit
Konsistenz der Bezeichner
Eindeutig- Jede doppelt vergebene Element-ID meldet eine Warnung
- Agenten und Automatisierung adressieren Elemente über IDs
WebMCP-Schnittstelle
Zukunftssignal- Vorhanden: bestandene Prüfung mit hoher Signalwirkung
- Nicht vorhanden: Hinweis, ausdrücklich kein Manko
Wie der Agent-Readiness-Score berechnet wird
Jeder Befund wirkt gewichtet auf den Score: kritische Befunde ziehen ihn am stärksten nach unten, Warnungen weniger, Hinweise am wenigsten. Bestandene Prüfungen wirken nicht neutral, sondern verbessern den Score aktiv, genau wie beim GEO-Modul. Die Gewichtstabelle definiert zwar auch eine kritische Stufe. Im Agent-Readiness-Modul selbst löst aktuell aber kein Check eine kritische Bewertung aus, die höchste tatsächlich vergebene Stufe ist warning.
Ein Beispiel-Befund aus dem Modul
So könnte ein einzelner Befund des Agent-Readiness-Moduls im JERVIS Audit aussehen, hier illustrativ für doppelt vergebene Element-IDs. Die Werte sind ein Beispiel zur Veranschaulichung des Formats, keine Messung einer realen Website.
Beispiel 3 mehrfach vergebene Element-IDs
Severity: warning · agent-readiness-duplicate-ids
Agenten und Automatisierungs-Tools adressieren Elemente über IDs und Selektoren. Doppelte IDs machen das Ziel mehrdeutig, eine Aktion kann das falsche Element treffen oder fehlschlagen.
Empfehlung: IDs müssen pro Seite eindeutig sein. Doppelte IDs umbenennen.
Evidence: #newsletter-email (2×), #cta-button (2×), #social-share (2×)
Für Sie heißt das: Ein Agent, der versucht, das Newsletter-Feld anzusteuern, kann statt des richtigen Felds zufällig das falsche treffen. Die Empfehlung zeigt genau, welche IDs Sie umbenennen müssen.
Warum Agent-Readiness zählt
Agent-Readiness ist eines der 12 Analyse-Module, die JERVIS bei jedem Audit systematisch durchläuft. Nutzer lassen zunehmend KI-Agenten für sich einkaufen, buchen und recherchieren, Reisemodule lassen Agenten Preise abfragen, E-Commerce-Systeme lassen Agenten Bestände prüfen. Wer das Modul versteht, profitiert doppelt: von einer besseren Bedienbarkeit für Assistenzsysteme und von denselben Signalen, die auch die Barrierefreiheit verbessern.
Free Scan vs. Audit: wo die Prüfung ansetzt
Agent-Readiness gehört nicht zu den fünf Modulen des kostenlosen Checks (technical, a11y, seo, text, geo). Es ist eines der zwölf Analyse-Module im vollständigen JERVIS Audit. Einzelne verwandte Signale wie Formular-Labels prüft aber bereits das Barrierefreiheits-Modul, das Teil des kostenlosen Checks ist.
Free Scan
- Bis zu 6 Seiten geprüft
- Formular-Labels und allgemeine ARIA-Prüfung über das Barrierefreiheits-Modul
- Kein eigenständiges Agent-Readiness-Modul
- Keine WebMCP-Sondierung, keine llms.txt-Formatprüfung
Full Audit (alle Seiten)
- Alle sieben Checks des Agent-Readiness-Moduls
- ARIA-Rollen-Gültigkeit, doppelte IDs und Linkbenennung im Detail
- llms.txt-Formatprüfung und WebMCP-Laufzeit-Sondierung
- Ergänzt die Signale aus Barrierefreiheit und Schema.org
FAQ: Agent-Readiness-Modul
Google hat FAQ-Rich-Results zum 7. Mai 2026 vollständig aus der Suche entfernt (Google Search Central). Das FAQPage-Markup unten bleibt trotzdem sinnvoll: ein Signal für GEO-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder KI-Übersichten.
Verwandte Themen: Viele Prüfkriterien des Agent-Readiness-Moduls überschneiden sich mit der Barrierefreiheit: klare Labels und ARIA-Rollen helfen beiden Zielgruppen. Wie strukturierte Daten die maschinenlesbaren Checks unterstützen, zeigt der Schema.org-Guide. Wie gut aktuelle KI-Systeme Ihre Marke bereits kennen und zitieren, zeigt der KI-Live-Check. Stand: Juli 2026.
Bereit für die nächste Nutzergeneration
Das Agent-Readiness-Modul zeigt im JERVIS Audit, ob KI-Agenten Ihre Seite bedienen können und welche der sieben Checks Priorität haben.