Scan-Modul
Security-Check für Ihre Website: Was JERVIS im Scan wirklich prüft
Das Web-Security-Modul ist Teil des technical-Moduls im JERVIS Scan und prüft vier konkrete Punkte an den Response-Headern jeder Seite: HSTS, Clickjacking-Schutz, X-Content-Type-Options und Server-Informations-Leaks. Diese Seite dokumentiert exakt, welche Bedingungen dabei geprüft werden und wie die Ergebnisse bewertet werden. Außerdem grenzt sie das klar ab von JERVIS MOAT, der laufenden Schutz-Überwachung, die ausschließlich in Autopilot PROTECT enthalten ist.
Warum die Sicherheits-Header für Ihr Unternehmen zählen
Fehlende Sicherheits-Header sind keine akademische Formalie, sondern konkrete Einfallstore für Angreifer. Ohne Strict-Transport-Security lässt sich eine Verbindung auf unverschlüsseltes HTTP zurückstufen, sogenannte Downgrade-Angriffe. Ohne Clickjacking-Schutz kann Ihre Seite unbemerkt in eine fremde, betrügerische Seite eingebettet werden. Fehlt der Schutz vor MIME-Sniffing, kann der Browser Dateitypen falsch interpretieren und Angreifern damit eine zusätzliche Angriffsfläche eröffnen. Und wenn Server-Informationen offen sichtbar sind, wissen Angreifer sofort, nach welchen bekannten Schwachstellen sie für genau Ihre Server-Version suchen müssen. All das untergräbt am Ende das Vertrauen Ihrer Besucher, und im Ernstfall auch Ihr Geschäft.
Das Web-Security-Modul macht diesen Zustand sichtbar: Sie sehen auf einen Blick, welcher der vier Header-Checks besteht und welcher nicht, und eine klare Einordnung, was zuerst behoben werden sollte.
Im Report erhalten Sie zu jedem offenen Punkt eine konkrete, direkt umsetzbare Empfehlung, die Sie oder Ihre IT sofort setzen können. Wer darüber hinaus dauerhaften Schutz möchte, findet weiter unten auf dieser Seite die Abgrenzung zur laufenden MOAT-Überwachung: Der Scan zeigt den Zustand zu einem Zeitpunkt, MOAT überwacht kontinuierlich.
Was das Web-Security-Modul im Scan prüft
Das Web-Security-Modul ist keine eigene Analyse-Kategorie, sondern Teil des technical-Moduls, einem von zwölf Analyse-Modulen im JERVIS Scan. Die Prüfung arbeitet ausschließlich mit den bereits abgerufenen Response-Headern der Seite. Während der Sicherheitsprüfung selbst werden keine zusätzlichen Anfragen an den Server gestellt.
Im technical-Modul wird unabhängig davon außerdem die Ladegeschwindigkeit geprüft, konkret Time to First Byte und First Contentful Paint als Teil der Core Web Vitals. Diese Prüfung gehört fachlich zu einem anderen Bereich, Performance, nicht zur Sicherheitsprüfung. Für das Web-Security-Modul zählen ausschließlich die vier Header-Checks.
Das technical-Modul, und damit auch die vier Header-Checks, gehört zu den fünf Modulen im kostenlosen Free Scan (technical, a11y, seo, text, geo). Dieser prüft bis zu sechs Seiten. Der JERVIS Audit deckt darüber hinaus alle zwölf Analyse-Module ab, das technical-Modul eingeschlossen, über einen größeren Seitenumfang.
Die vier Header-Prüfungen im Detail
Jeder Check prüft eine einzelne, klar definierte Bedingung an den Response-Headern. Trifft die Bedingung nicht zu, entsteht kein Befund.
1. Strict-Transport-Security Warnung
Geprüft wird, ob Ihre Website über HTTPS läuft und dabei der Strict-Transport-Security-Header (HSTS) gesetzt ist. Fehlt er, meldet der Scan einen Befund.
HSTS erzwingt HTTPS-Verbindungen und schützt so vor Downgrade-Angriffen auf unverschlüsseltes HTTP.
Nutzen für Sie: Schutz vor Downgrade-Angriffen, die Verbindungen Ihrer Besucher auf unverschlüsseltes HTTP zurückstufen und so mitlesbar machen.
2. Clickjacking-Schutz Info
Geprüft wird, ob mindestens einer von zwei Schutzmechanismen aktiv ist: der Header X-Frame-Options oder eine Content-Security-Policy mit der Direktive frame-ancestors. Fehlen beide, meldet der Scan einen Befund.
Ohne einen dieser beiden Schutzmechanismen lässt sich Ihre Seite in einen fremden Frame einbetten.
Nutzen für Sie: Verhindert, dass Ihre Seite unbemerkt in eine betrügerische Seite eingebettet wird und Besucher dort zu ungewollten Klicks verleitet werden (Clickjacking).
3. X-Content-Type-Options Info
Geprüft wird, ob der Header X-Content-Type-Options gesetzt ist. Fehlt er, meldet der Scan einen Befund.
Ohne diesen Header können Browser den Dateityp einer Antwort selbst erraten (MIME-Sniffing), was Angreifern eine zusätzliche Angriffsfläche eröffnet.
Nutzen für Sie: Verhindert, dass der Browser Dateitypen falsch interpretiert und dadurch Sniffing-Angriffe ermöglicht.
4. Server-Informations-Leak Info
Geprüft wird, ob die Header Server oder X-Powered-By gesetzt sind. Ist einer der beiden vorhanden, listet der Befund die gefundenen Werte im Titel auf.
Server-Version und eingesetzter Technologie-Stack sind dadurch öffentlich sichtbar.
Nutzen für Sie: Verhindert, dass Angreifer gezielt nach bekannten Schwachstellen für genau Ihre Server-Version suchen.
Die per Header direkt behebbaren Empfehlungen im Wortlaut:
Strict-Transport-Security: max-age=31536000; includeSubDomains X-Frame-Options: DENY X-Content-Type-Options: nosniff
Der Server-Informations-Leak lässt sich nicht per Header setzen, sondern nur durch Entfernen der Header Server und X-Powered-By in der Serverkonfiguration beheben.
Wie bewertet wird
Jeder der vier Checks hat eine feste Einstufung. Nur der HSTS-Check ist als Warnung eingestuft, die anderen drei als Info. Keiner der vier Checks ist kritisch.
| Check | Header | Einstufung |
|---|---|---|
| Strict-Transport-Security (HSTS) | Strict-Transport-Security | Warnung |
| Clickjacking-Schutz | X-Frame-Options / CSP frame-ancestors | Info |
| X-Content-Type-Options | X-Content-Type-Options | Info |
| Server-Informations-Leak | Server / X-Powered-By | Info |
Die vier Header-Checks fließen als Teil des technical-Moduls in den Gesamt-Score Ihrer Website ein. Das technical-Modul zählt dabei mit einem Gewicht von 0,15 zum Gesamtergebnis. Das technical-Modul selbst umfasst neben den vier Security-Checks weitere technische Prüfungen, zum Beispiel die Core-Web-Vitals-Prüfung.
Beispiel-Befund: der fehlende HSTS-Header
So sieht ein Befund aus, den das Web-Security-Modul im Report erzeugt, wenn die Bedingung für den HSTS-Check zutrifft. Es handelt sich um ein illustratives Beispiel, keine Live-Messung einer echten Website.
Beispiel-Befund Warnung
Titel: Strict-Transport-Security Header fehlt
Beschreibung: HSTS erzwingt HTTPS-Verbindungen und schützt vor Downgrade-Attacken.
Empfehlung: Header setzen: Strict-Transport-Security: max-age=31536000; includeSubDomains
Beispiel, keine Live-Messung · Kategorie Sicherheit
Bedeutung für Sie: Solange dieser Header fehlt, kann die Verbindung eines Besuchers zu Ihrer Website auf unverschlüsseltes HTTP heruntergestuft werden. Ein Angreifer im selben Netzwerk, etwa in einem öffentlichen WLAN, könnte den Datenverkehr dann mitlesen oder manipulieren, noch bevor die verschlüsselte Verbindung überhaupt zustande kommt.
Der Ausblick: laufender Schutz mit MOAT
MOAT umfasst 15 automatisierte Checks; die folgenden fünf zeigen beispielhaft, was laufend überwacht wird. Diese Beispiele sind nicht Teil des Scans oder des Audits, sie laufen ausschließlich als wiederkehrende Überwachung im Rahmen von JERVIS Autopilot PROTECT, nicht bei einer einmaligen Prüfung. Anders als die Analyse-Module liefert jeder MOAT-Check einen eigenen Status pro Prüfung, zum Beispiel bestanden, Warnung, Fehler oder übersprungen. Es gibt dabei keinen 0 bis 100-Score.
SSL-Zertifikat-Ablauf
Prüft, wie viele Tage das TLS-Zertifikat Ihrer Website noch gültig ist, und warnt rechtzeitig vor Ablauf, damit Ihre Besucher nie unerwartet auf eine Zertifikatswarnung im Browser stoßen.
Broken Links
Vergleicht die Anzahl defekter Seiten (404/410) zwischen den letzten Prüfungen und erkennt einen ungewöhnlichen Anstieg defekter Seiten im Vergleich zum letzten Durchlauf, bevor er Besuchern oder Suchmaschinen auffällt.
Clone-Detection
Sucht per Fingerprint-Suche nach exakten Kopien Ihrer Website außerhalb Ihrer eigenen Domain und erkennt so, wenn Wettbewerber oder Betrüger Ihre Inhalte oder Ihr Design unautorisiert übernommen haben.
Uptime-Monitoring
Ruft Ihre konfigurierten Seiten regelmäßig per HTTP-Abruf ab und meldet, sobald Ihre Website oder Teile davon nicht mehr erreichbar sind.
Security-Header und WAF
Prüft laufend per Live-Abruf dieselben und weitere Sicherheits-Header (unter anderem HSTS mit gültiger Gültigkeitsdauer, X-Content-Type-Options, Referrer-Policy) und erkennt einen deutlichen Anstieg an Firewall-Ereignissen, sobald eine Cloudflare-Zone eingebunden ist.
Warum Web-Security zählt
Jeder der vier Header-Checks bildet eine konkrete Angriffsfläche ab, die in der Praxis regelmäßig ausgenutzt wird. Fehlt HSTS, kann ein Angreifer im selben Netzwerk, etwa in einem ungesicherten WLAN, die Verbindung eines Besuchers gezielt auf unverschlüsseltes HTTP zurückstufen und den Datenverkehr mitlesen oder manipulieren. Fehlen X-Frame-Options und eine CSP mit frame-ancestors gleichzeitig, lässt sich die Seite unbemerkt in einen fremden Frame einbetten und für Klick-Betrug missbrauchen (Clickjacking). Fehlt X-Content-Type-Options, können Browser den Dateityp einer Antwort falsch interpretieren, was Sniffing-Attacken Tür und Tor öffnet. Sind Server- oder X-Powered-By-Header sichtbar, sparen sich Angreifer die Recherche und suchen direkt gezielt nach bekannten Schwachstellen für genau diese Server-Version.
Der einmalige Scan zeigt den Zustand zu einem Zeitpunkt. Header werden neu deployt, Zertifikate laufen ab, neue Unterseiten kommen hinzu, Inhalte werden kopiert. Deshalb ergänzt die laufende MOAT-Überwachung in Autopilot PROTECT die einmalige Diagnose um eine kontinuierliche Kontrolle, siehe Abschnitt oben.
Cookie- und Consent-Skripte berühren oft dieselben Header wie die Sicherheitsprüfung, mehr dazu im DSGVO-Check.
Free Scan, Audit, MOAT Security Audit und PROTECT im Vergleich
Diese Seite beschreibt zwei unterschiedliche Dinge, die häufig verwechselt werden: die einmalige Web-Security-Prüfung im Scan und Audit, und die laufende Schutz-Überwachung in Autopilot PROTECT. Dazwischen steht der buchbare JERVIS MOAT Security Audit als einmalige, vertiefte passive Sicherheitsprüfung. So ordnen sich die vier Stufen ein:
Free Scan
5 von 12 Modulen, das technical-Modul inklusive der vier Header-Checks, bis zu sechs Seiten, einmalig, kostenlos.
JERVIS Audit
Alle 12 Analyse-Module, das technical-Modul eingeschlossen, über einen größeren Seitenumfang. Einmalig, 790 EUR Einführungspreis, 990 EUR regulär, zzgl. MwSt.
JERVIS MOAT Security Audit
Einmalige passive Sicherheitsprüfung, 249 EUR zzgl. MwSt., alternativ plus 99 EUR zzgl. MwSt. als Add-on zum JERVIS Audit.
Autopilot PROTECT inklusive MOAT
Zusätzlich zum Audit-Umfang laufender Schutz mit MOAT: 15 automatisierte Sicherheits-Checks, darunter beispielhaft SSL-Ablauf, Broken Links, Clone-Detection, Uptime, Security-Header und WAF. Kontinuierlich, ab 1.290 EUR im Monat Einführungspreis (12 Monate Mindestlaufzeit), regulär 1.490 EUR im Monat, zzgl. MwSt. MOAT ist dabei kein eigenständig buchbares Paket.
FAQ zum Web-Security-Modul
Verwandte Themen: Die vier Header-Checks sind Teil des größeren Technik-Moduls mit 17 Sub-Analyzern für Performance, Sicherheit und Bilder. Impressum-Link, Datenschutz-Link und Cookie-Banner prüft separat der DSGVO-Check. Laufende Firewall, Härtung und Monitoring statt einer einmaligen Momentaufnahme bietet JERVIS MOAT, exklusiv für Autopilot PROTECT-Kunden. Stand: Juli 2026.
Web-Security dokumentiert, nicht nur behauptet
Sehen Sie genau, welche vier Header-Checks Ihre Website im Scan besteht oder nicht, und ob laufender Schutz mit MOAT für Sie sinnvoll ist.